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herrmann-platz, Bad Muskau

Wettbewerb 2011, 1. Preis | Projektrealisierung 2011 - 2017

Vom ehemaligen Grenzvorplatz zum Herrmann-Platz. Mit der Einstellung der stationären Grenzkontrollen und dem Rückbau der Überdachungen verlor der ehemalige Grenzvorplatz seine Funktion. Anlass und Zweck des Projektes ist es, den unmittelbar am Haupteingang zur Welterbestätte Muskauer Park / Park Muzakowski befindlichen Raum eine neue und dem Ort angemessene Gestaltung zu geben. Der Entwurf entwickelt eine angemessene und prägnante Lösung, die zugleich Nutzungs- und Entwicklungsspielräume bietet und die Belange des Denkmalschutzes und des UNESCO-Weltkulturerbes gleichermaßen integriert.

Die Pücklersche Gestaltungsabsicht, die Stadt vollkommen mit dem Park zu umschließen, wurde herausgearbeitet. Die Ergänzung des historischen Neißetores, die Betonung des Brückenkopfes sowie die Komplettierung des Grünzuges entlang des Neißeufers definieren die Zugangssituation zum Schlosspark.
Die städtebauliche Situation des ehemaligen Grenzplatzes entwickelt sich zum Hybriden zwischen Platz und Garten. Die besondere Qualität entsteht aus der Verschränkung von Gartenmotiven mit urbanen Elementen. Großzügig abgesetzte Pflanzinseln mit integrierten Sitzmöglichkeiten und Zitaten Pücklers zur vorgefundenen landschaftlichen Situation werden mit Eichen besetzt.
Das im Rahmen des Förderprogramms Nationale Projekte des Städtebaus geförderte Premiumprojekt wurde am Tag des Städtebaus 2017 eingeweiht und im erweiterten Rahmen erfolgte die feierliche Namensgebung für den Platz.| Bildnachweis ©Thomas Wolf | r+b

Realisierungswettbewerb
Bauherr: Stadt Bad Muskau
Fläche: 8.061 m²
ARGE mit EVTI, Leipzig

propsteikirche st. trinitatis, leipzig

Wettbewerb 2009, 1. Preis | Realisierung 2010 - 2015

Das Planungsgebiet befindet sich in einem städtebaulichen Umfeld, das im Norden durch das dicht bebaute Stadtzentrum und die Grünanlagen des Leipziger Promenadenrings und im Süden durch die überwiegend gründerzeitlichen, geschlossenen Baustrukturen der Südvorstadt geprägt wird.
Um der Besonderheit des Gebäudes und seiner Lage gerecht zu werden wird das unmittelbare Umfeld der Kirche als Platz verstanden, welcher sich einer Passage gleichend durch den Kirchhof zieht. Hierbei steht die Verwendung einer einheitlichen Materialwahl als eindeutiger Kontrast zur Fassade im Vordergrund. Der besondere Charakter des Kirchhofes wird maßgeblich durch einen gezielt gesetzten Solitär und einen Wasservorhang gestärkt. Neben der atmosphärischen Überhöhung dient der Wasservorhang der Minderung der angrenzenden Straßenimission und Klimaverbesserung.
Die angrenzende Nonnenmühlgasse wurde in Form eines niveaugleichen und gegliederten „Straßenquerschnitts“ ausgebildet. Die einheitliche Materialwahl in unterschiedlichen „Körnungen“ vermeidet einen gestalterischen Bruch bezüglich der gewünschten „Platzsituation“. Dieser Absicht folgend werden die angrenzenden Gehwegbereiche (Martin-Luther-Ring und Peterssteinweg) auf Grundlage unseres Entwurfes ab September 2015 komplettiert. Bildnachweis ©josef müller | r+b

Beschränkter Wettbewerb als Einladungswettbewerb, Zweiphasig
mit Schulz & Schulz Architekten, Leipzig
auslober: Kath. Propsteipfarrei St. Trinitatis
fertigstellung: Mai/juni 2015
fläche: 7.050 m²

Marktkirchplatz, Clausthal-Zellerfeld

Wettbewerb 2010, 1. Preis | Realisierung 2011 - 2012


Der Marktkirchenplatz weist eine markante Topgrafie auf, die in unterschiedlichen Bauphasen den jeweiligen Bedürfnissen der Zeit angepasst wurde. Diese Veränderungen sollen weitgehend zurückgebaut werden, um eine neue Geländemodellierung zu ermöglichen, die sich nahe am ursprünglichen Profilverlauf orientiert.
Die Platzoberfläche wird neu gegliedert und mit einheitlicher Textur angelegt, die gleichzeitig die differenzierten Nutzungen der Fläche ermöglicht.
Sitzstufen und Treppen vermitteln zwischen den Ebenen und bilden so eine bespielbare Topografie. Bildnachweis ©Thomas Wolf


Beschränkter Realisierungswettbewerb
Gesetzter Teilnehmer mit knerer lang Architekten, Dresden
Auslober: Samtgemeinde Oberharz, Bergstadt Clausthal-Zellerfeld
fertigstellung: august 2012
Fläche: 6.940 m²

„Scheune-Umfeld“, Dresden

Studie 2008, planung und Projektrealisierung bis 03|2016

Der neue Quartiersplatz an der Alaunstraße spannt sich auf einer Fläche von ca. 900m² zwischen der Freitreppe der neuen Sporthalle Dreikönigschule sowie dem angrenzenden Grundstück von Katy’s Garage auf und bindet an den angrenzenden Gehweg an. Der Übergang zwischen Platzraum und Scheune wird durch eine Stützmauer mit Auskragung formuliert. Die im Nord-Osten befindlichen Solitärgehölze werden erhalten und durch eine Paulownia tomentosa ergänzt. Runde Baumpodeste laden zum Verweilen ein und bieten gleichzeitigen Schutz für die Wurzelbereiche der Bestandsbäume.

Beauftragung: lph 2 - 9
Bauherr: landeshauptstadt dresden, Stadtplanungsamt
Flächengröße: platz 900 m² | gesamtareal 4.000 m²

Neugestaltung der Fußgängerzone, Lingen (ems)

Gutachterverfahren 2007, 1. Preis | stufenweise Projektrealisierung 2008-2015

Lingens architektonisches Erbe der Innenstadt besteht aus Gebäuden, Plätzen und Gassen, die teils denkmalgeschützt sind und eine Schlüsselrolle in der Wahrnehmung der Stadtlandschaft spielen.
Abgeleitet aus den vorgefundenen Situationen und den formulierten Zielen der Stadt entwickelt sich ein Gesamtkonzept, das zum einen den Innenstadtbereich als Einheit markiert und zum anderen auf die Individualität der einzelnen Straßenzüge reagiert.
Die Erneuerung der Kernstadt soll nicht historisierend, sondern ein zeitloser Impuls zur Optimierung und Belebung des innerstädtischen Lebens sein. Die Pflege und das Herausarbeiten des regionaltypischen Images stehen als Leitbild für den Entwurf.

link Metamorphose nach Emsländer Art

Bauherr: Stadt Lingen (Ems)
Verfahrensart: Gutachterverfahren 1. Preis
2007 und stufenweise Realisierung
Flächengröße: 21.385 m²

Landhaus Stadtmuseum, Dresden

Wettbewerb 2002, 1. Preis, Projektrealisierung 2002-2007


Der Entwurf entwickelt sich aus dem Kontext historischer und moderner Bezüge, welche dem Ort seine Identität zurückbringt. Der Museumsgarten vermittelt die Atmosphäre eines duftenden Gartens, im Gegensatz zur hektischen und lauten Geschäftigkeit der Innenstadt. Die vorgenommene klare Abgrenzung zum Straßenraum fasst den gebäuderückseitigen Parterregarten in seiner neuen Gestalt.
Die 1800 m² große Fläche gliedert sich in ein Raster aus Kiesflächen und Pflanzbeeten aus Bodendeckern, welches durch den historischen Grundriß des Stadtmuseums, sowie dessen Fassadengliederung einen deutlichen Bezug herstellt. Akzente setzen die duftenden Kirschgehölze, welche die Fläche räumlich gliedern.

Ausgezeichnet mit dem Preis „Gärten in der Stadt“ 2006-2007 des Sächsischen Staatsministeriums für Umwelt und dem Fachverband Garten- und Landschafts- und Sportplatzbau Sachsen e.V.

Bauherr: Landeshauptstadt Dresden, Kulturamt
Verfahrensart: Gutachterverfahren 1. Preis, 2002
LPH: 2-9
Flächengröße: 1.800 m²