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herrmann-platz, Bad Muskau
Wettbewerb 2011, 1. Preis | realisierung 2011 - 2017 | nominierung deutscher landschaftsarchitektur preis 2019 | Auszeichnung staatspreis ländliches Bauen 2021
Vom ehemaligen Grenzvorplatz zum Herrmann-Platz. Mit der Einstellung der stationären Grenzkontrollen und dem Rückbau der Überdachungen verlor der ehemalige Grenzvorplatz seine Funktion. Anlass und Zweck des Projektes ist es, den unmittelbar am Haupteingang zur Welterbestätte Muskauer Park / Park Muzakowski befindlichen Raum eine neue und dem Ort angemessene Gestaltung zu geben. Der Entwurf entwickelt eine angemessene und prägnante Lösung, die zugleich Nutzungs- und Entwicklungsspielräume bietet und die Belange des Denkmalschutzes und des UNESCO-Weltkulturerbes gleichermaßen integriert.
Die Pücklersche Gestaltungsabsicht, die
Stadt vollkommen mit dem Park zu umschließen, wurde herausgearbeitet. Die Ergänzung des historischen Neißetores,
die Betonung des Brückenkopfes sowie die Komplettierung des Grünzuges entlang
des Neißeufers definieren die Zugangssituation zum Schlosspark.
Die städtebauliche Situation des ehemaligen
Grenzplatzes entwickelt sich zum Hybriden zwischen Platz und Garten. Die besondere Qualität entsteht
aus der Verschränkung von Gartenmotiven mit urbanen Elementen. Großzügig abgesetzte Pflanzinseln mit integrierten
Sitzmöglichkeiten und Zitaten Pücklers zur vorgefundenen landschaftlichen Situation
werden mit Eichen besetzt.
Das
im Rahmen des Förderprogramms Nationale Projekte des Städtebaus geförderte
Premiumprojekt wurde am Tag des Städtebaus 2017 eingeweiht und im erweiterten
Rahmen erfolgte die feierliche Namensgebung für den Platz.| Bildnachweis ©Thomas Wolf | r+b
Realisierungswettbewerb
Bauherr: Stadt Bad Muskau
Fläche: 8.061 m²
ARGE mit EVTI, Leipzig
Landhaus Stadtmuseum, Dresden
Wettbewerb 2002, 1. Preis, Projektrealisierung 2002-2007
Der Entwurf entwickelt sich aus dem Kontext historischer und moderner Bezüge, welche dem Ort seine Identität zurückbringt. Der Museumsgarten vermittelt die Atmosphäre eines duftenden Gartens, im Gegensatz zur hektischen und lauten Geschäftigkeit der Innenstadt.
Die vorgenommene klare Abgrenzung zum Straßenraum fasst den gebäuderückseitigen Parterregarten in seiner neuen Gestalt.
Die 1800 m² große Fläche gliedert sich in ein Raster aus Kiesflächen und Pflanzbeeten aus Bodendeckern, welches durch den historischen Grundriß des Stadtmuseums, sowie dessen Fassadengliederung einen deutlichen Bezug herstellt. Akzente setzen die duftenden Kirschgehölze, welche die Fläche räumlich gliedern.
Ausgezeichnet mit dem Preis „Gärten in der Stadt“ 2006-2007 des Sächsischen Staatsministeriums für Umwelt und dem Fachverband Garten- und Landschafts- und Sportplatzbau Sachsen e.V.
Bauherr: Landeshauptstadt Dresden, Kulturamt
Verfahrensart: Gutachterverfahren 1. Preis, 2002
LPH: 2-9
Flächengröße: 1.800 m²
propsteikirche st. trinitatis, leipzig
Wettbewerb 2009, 1. Preis | Realisierung 2010 - 2015
Das Planungsgebiet befindet sich in einem
städtebaulichen Umfeld, das im Norden durch das dicht bebaute Stadtzentrum und
die Grünanlagen des Leipziger Promenadenrings und im Süden durch die
überwiegend gründerzeitlichen, geschlossenen Baustrukturen der Südvorstadt
geprägt wird.
Um der Besonderheit des Gebäudes und
seiner Lage gerecht zu werden wird das unmittelbare Umfeld der Kirche als Platz
verstanden, welcher sich einer Passage gleichend durch den Kirchhof zieht.
Hierbei steht die Verwendung einer einheitlichen Materialwahl als eindeutiger
Kontrast zur Fassade im Vordergrund. Der besondere Charakter des Kirchhofes
wird maßgeblich durch einen gezielt gesetzten Solitär und einen Wasservorhang
gestärkt. Neben der atmosphärischen Überhöhung dient der Wasservorhang der Minderung der angrenzenden
Straßenimission und Klimaverbesserung.
Die angrenzende
Nonnenmühlgasse wurde in Form eines niveaugleichen und gegliederten „Straßenquerschnitts“
ausgebildet. Die einheitliche Materialwahl in unterschiedlichen „Körnungen“
vermeidet einen gestalterischen Bruch bezüglich der gewünschten
„Platzsituation“. Dieser Absicht folgend werden die angrenzenden Gehwegbereiche
(Martin-Luther-Ring und Peterssteinweg) auf Grundlage unseres Entwurfes ab
September 2015 komplettiert. Bildnachweis ©josef müller | r+b
Beschränkter Wettbewerb als
Einladungswettbewerb, Zweiphasig
mit Schulz & Schulz
Architekten, Leipzig
auslober: Kath. Propsteipfarrei St.
Trinitatis
fertigstellung: Mai/juni 2015
fläche: 7.050 m²
Marktkirchplatz, Clausthal-Zellerfeld
Wettbewerb 2010, 1. Preis | Realisierung 2011 - 2012 | niedersächsischer staatspreis 2016 engere wahl
Der
Marktkirchenplatz weist eine markante Topgrafie auf, die in
unterschiedlichen Bauphasen den jeweiligen Bedürfnissen der Zeit
angepasst wurde. Diese Veränderungen sollen weitgehend zurückgebaut
werden, um eine neue Geländemodellierung zu ermöglichen, die sich nahe
am ursprünglichen Profilverlauf orientiert.
Die Platzoberfläche
wird neu gegliedert und mit einheitlicher Textur angelegt, die
gleichzeitig die differenzierten Nutzungen der Fläche ermöglicht.
Sitzstufen und Treppen vermitteln zwischen den Ebenen und bilden so eine bespielbare Topografie. Bildnachweis ©Thomas Wolf &| schmitz schiminski
Gesetzter Teilnehmer mit knerer lang Architekten, Dresden
Auslober: Samtgemeinde Oberharz, Bergstadt Clausthal-Zellerfeld
fertigstellung: august 2012
Fläche: 6.940 m²
Neugestaltung der Fußgängerzone, Lingen (ems)
Gutachterverfahren 2007, 1. Preis | stufenweise Projektrealisierung 2008-2015
Lingens architektonisches Erbe der Innenstadt besteht aus Gebäuden, Plätzen und Gassen, die teils denkmalgeschützt sind und eine Schlüsselrolle in der Wahrnehmung der Stadtlandschaft spielen.
Abgeleitet aus den vorgefundenen Situationen und den formulierten Zielen der Stadt entwickelt sich ein Gesamtkonzept, das zum einen den Innenstadtbereich als Einheit markiert und zum anderen auf die Individualität der einzelnen Straßenzüge reagiert.
Die Erneuerung der Kernstadt soll nicht historisierend, sondern ein zeitloser Impuls zur Optimierung und Belebung des innerstädtischen Lebens sein. Die Pflege und das Herausarbeiten des regionaltypischen Images stehen als Leitbild für den Entwurf.
link Metamorphose nach Emsländer Art
Bauherr: Stadt Lingen (Ems)
Verfahrensart: Gutachterverfahren 1. Preis
2007 und stufenweise Realisierung
Flächengröße: 21.385 m²
„Scheune-Umfeld“, Dresden
Studie 2008, planung und Projektrealisierung bis 03|2016
Der
neue Quartiersplatz an der Alaunstraße spannt sich auf einer Fläche von
ca. 900m² zwischen der Freitreppe der neuen Sporthalle Dreikönigschule
sowie dem angrenzenden Grundstück von Katy’s Garage auf und bindet an
den angrenzenden Gehweg an. Der Übergang zwischen Platzraum und Scheune
wird durch eine Stützmauer mit Auskragung formuliert. Die im Nord-Osten
befindlichen Solitärgehölze werden erhalten und durch eine Paulownia
tomentosa ergänzt. Runde Baumpodeste laden zum Verweilen ein und bieten
gleichzeitigen Schutz für die Wurzelbereiche der Bestandsbäume.
Beauftragung: lph 2 - 9
Bauherr: landeshauptstadt dresden, Stadtplanungsamt
Flächengröße: platz 900 m² | gesamtareal 4.000 m²